Lademodi und Ladekabel: Mode 2, Mode 3 und mehr
Hinter den „Lademodi" verbergen sich die technischen Spielarten des Ladens. Sie legen fest, wie Auto und Ladepunkt kommunizieren und welche Sicherheitstechnik im Spiel ist. Für die Praxis sind vor allem Mode 2, Mode 3 und Mode 4 wichtig.
Mode 1 – ohne Schutzkommunikation
Mode 1 bezeichnet das direkte Laden an einer normalen Steckdose ohne besondere Schutzelektronik im Kabel. Aus Sicherheitsgründen ist es für Autos praktisch nicht mehr gebräuchlich und an vielen Orten unzulässig.
Mode 2 – Notladen an der Haushaltssteckdose
Mode 2 nutzt eine Schuko- oder CEE-Steckdose zusammen mit einer Schutzeinrichtung im Kabel (ICCB, die typische „Box" am Ladeziegel). Die Leistung ist gering (meist rund 2,3 kW an Schuko), das Laden dauert lange. Es ist als Notlösung gedacht, nicht für den Dauerbetrieb – Haushaltssteckdosen sind für stundenlange Volllast nicht ausgelegt.
Mode 3 – der Standard fürs AC-Laden
Mode 3 ist das Laden an einer Wallbox oder öffentlichen AC-Ladesäule über den Typ-2-Anschluss. Auto und Ladepunkt kommunizieren, überwachen den Vorgang und schalten den Strom erst frei, wenn alles sicher verbunden ist. Für Steckdosensäulen brauchst du ein eigenes Mode-3-Kabel (Typ 2 auf Typ 2).
Mode 4 – DC-Schnellladen
Mode 4 ist das Gleichstromladen an Schnellladern. Die Leistungselektronik sitzt in der Säule, das Kabel ist fest angeschlagen. So sind hohe Leistungen möglich, während das Fahrzeug eng mit der Säule kommuniziert.
Das richtige Kabel
Für AC-Steckdosensäulen ist ein Mode-3-Kabel Typ 2 auf Typ 2 die wichtigste Ausrüstung. Achte auf die Strombelastbarkeit: Ein 1-phasiges 16-A-Kabel überträgt bis ca. 3,7 kW, ein 3-phasiges 32-A-Kabel bis 22 kW. Verwende ein Kabel, das mindestens zur Ladeleistung deines Autos passt – ein zu schwaches Kabel begrenzt die Leistung. DC-Kabel musst du nicht mitführen, sie sind Teil der Säule.