Ladeleistung und Ladezeit: von 11 bis 350 kW
Die Ladezeit ergibt sich grob aus der nachgeladenen Energie geteilt durch die Ladeleistung – in der Praxis kommen aber einige Faktoren hinzu, die vor allem beim Schnellladen den Unterschied machen.
Eine grobe Faustformel
Willst du zum Beispiel 40 Kilowattstunden (kWh) nachladen, brauchst du an einem 11-kW-Lader rund 3,5 Stunden, an 50 kW gut 45 Minuten und an 150 kW theoretisch etwa 16 Minuten. „Theoretisch" deshalb, weil kaum ein Auto seine Spitzenleistung über den gesamten Ladevorgang hält.
Die Ladekurve
Beim DC-Schnellladen ist die Leistung anfangs hoch und sinkt mit steigendem Ladestand, um die Zellen zu schonen. Deshalb lädt man auf der Langstrecke meist nur bis rund 80 %: Der letzte Teil dauert überproportional lang. Die genaue Ladekurve unterscheidet sich je nach Fahrzeug und Akkutechnik erheblich – manche Autos halten hohe Leistung lange, andere fallen früh ab.
Leistungsklassen im Überblick
- bis 11 kW: Wallbox, Laden über Nacht.
- bis 22 kW: AC-Säulen, Laden über mehrere Stunden.
- 50 kW: klassischer DC-Schnelllader.
- 150 kW und mehr (HPC): High-Power-Charging für den kurzen Stopp.
Weitere Einflussfaktoren
Neben Leistung und Ladestand wirken sich weitere Größen aus: Ein kalter Akku lädt langsamer, weshalb viele Fahrzeuge die Batterie vor dem Schnellladen vorkonditionieren (aufwärmen). Auch die Auslastung spielt eine Rolle – teilen sich zwei Autos einen Ladepunkt mit gemeinsamer Leistung, sinkt die Rate. Und je voller der Akku, desto langsamer geht es gegen Ende. Auf den Standortseiten siehst du je Standort den stärksten verfügbaren Lader in Kilowatt.