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Datenquelle: Bundesnetzagentur – Ladesäulenregister · Stand 28.07.2026 · CC BY 4.0
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Praxis

Ladedauer richtig einschätzen

„Wie lange muss ich laden?" lässt sich mit einer einfachen Rechnung abschätzen – solange man die typischen Stolpersteine kennt, die die reale Ladezeit von der Theorie abweichen lassen.

Die Grundrechnung

Ladezeit ≈ nachzuladende Energie (kWh) geteilt durch die Ladeleistung (kW). Für 30 kWh an einem 10-kW-Anschluss sind das rund drei Stunden. Diese Rechnung stimmt gut fürs AC-Laden, weil die Leistung dort meist konstant bleibt.

Warum DC-Laden schwerer zu rechnen ist

Beim Schnellladen ist die Leistung nicht konstant: Sie ist bei niedrigem Ladestand am höchsten und sinkt gegen Ende deutlich. Deshalb gilt beim DC-Laden die Faustregel „von 10–20 % auf 80 %", weil dieser Bereich am schnellsten geht. Die letzten 20 % können so lange dauern wie die ersten 60 %.

Das Minimum entscheidet

Die reale Rate ist immer der kleinere Wert aus Fahrzeug-Maximum und Säulen-Maximum. Ein Auto mit 11-kW-Bordlader lädt an einer 22-kW-Säule nur mit 11 kW; ein Fahrzeug, das DC-seitig bei 100 kW abriegelt, wird an einem 300-kW-HPC nicht schneller.

Weitere Faktoren

So planst du realistisch

Für die Langstrecke rechnest du am besten mit der durchschnittlichen Leistung im Fenster bis 80 %, nicht mit der Spitzenleistung. An AC-Säulen genügt die einfache Formel. Auf den Standortseiten dieser Website siehst du den stärksten Lader je Standort – ein guter Anhaltspunkt, wie schnell es dort höchstens gehen kann.

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