HPC-Laden und die Ladekurve verstehen
High-Power-Charging (HPC) bezeichnet Schnelllader ab etwa 150 kW. Sie machen die Langstrecke im E-Auto alltagstauglich – wenn Fahrzeug und Bedingungen mitspielen. Entscheidend ist dabei die Ladekurve.
Was HPC ausmacht
HPC-Lader liefern 150, 300 oder mehr Kilowatt Gleichstrom. Damit lässt sich bei geeigneten Fahrzeugen in rund 15 bis 20 Minuten genug Energie für mehrere Hundert Kilometer nachladen. Voraussetzung ist ein Auto, das solche Leistungen aufnehmen kann – viele ältere oder kleinere Modelle laden deutlich langsamer, selbst an einem starken HPC.
Die Ladekurve
Die aufgenommene Leistung ist nicht konstant: Sie ist bei niedrigem Ladestand am höchsten und fällt gegen Ende deutlich ab, um die Zellen zu schonen und Alterung zu vermeiden. Trägt man Leistung über Ladestand auf, ergibt sich die „Ladekurve". Autos mit einer flachen, lange hohen Kurve laden auf der Langstrecke schneller als solche mit früh abfallender Kurve – die reine Spitzenleistung sagt daher wenig aus.
Die 80-Prozent-Regel
Weil die letzten 20 % besonders lange dauern, lohnt es sich auf Reisen, nur bis etwa 80 % zu laden und dann weiterzufahren. Häufig sind zwei kürzere Stopps schneller als ein langer bis 100 %.
Was die Geschwindigkeit beeinflusst
- Akkutemperatur: vorkonditioniert lädt der Akku schneller.
- Ladestand: niedriger Start ermöglicht höhere Spitzenleistung.
- Auslastung: geteilte Ladepunkte können die Leistung senken.