E-Auto laden ohne eigene Wallbox
Nicht jeder hat einen eigenen Stellplatz mit Wallbox. Doch auch als Mieter oder „Laternenparker" lässt sich ein E-Auto gut im Alltag laden – mit der richtigen Strategie und den passenden öffentlichen Angeboten.
Öffentliche AC-Säulen in Wohnnähe
Rückgrat fürs Laden ohne eigene Wallbox sind öffentliche AC-Ladepunkte in der Nähe der Wohnung. Über die Umkreissuche oder die PLZ-Seiten findest du heraus, welche Standorte in Laufweite liegen. Wer regelmäßig am selben Punkt lädt, entwickelt schnell eine Routine.
Beim Arbeitgeber und beim Einkaufen laden
Viele Arbeitgeber bieten Lademöglichkeiten auf dem Firmenparkplatz – ideal, weil das Auto während der Arbeitszeit ohnehin steht. Ebenso lässt sich der Wocheneinkauf mit einem Ladestopp am Supermarkt verbinden. Zwei bis drei geplante Gelegenheiten pro Woche decken für viele den Bedarf.
Schnellladen als Ergänzung
Wer selten laden kann, nutzt gelegentlich einen DC-Schnelllader wie beim Tanken: einmal pro Woche kurz auf 80 %. Das ist teurer als AC-Laden, aber alltagstauglich, wenn keine Lademöglichkeit über Nacht besteht.
Anspruch auf eine Lademöglichkeit
Mieter und Wohnungseigentümer haben in Deutschland seit der Reform des Wohnungseigentums- und Mietrechts (2020) grundsätzlich einen Anspruch darauf, den Einbau einer Lademöglichkeit am eigenen Stellplatz genehmigt zu bekommen. Die Kosten trägt in der Regel die anfragende Person; die Zustimmung darf nicht grundlos verweigert werden. Sprich frühzeitig mit Vermieter oder Eigentümergemeinschaft. Zusätzlich testen einige Kommunen Laternen- und Bordsteinladen, um Straßenparkern das Laden zu erleichtern.