Ad-hoc laden, Ladekarte oder App – was lohnt sich?
Zum Freischalten eines öffentlichen Ladepunkts gibt es mehrere Wege. Welcher der beste ist, hängt davon ab, wie oft und wo du unterwegs lädst.
Ad-hoc-Laden
Seit der Ladesäulenverordnung muss an neuen öffentlichen Ladepunkten ein spontanes Laden ohne Vertrag möglich sein – etwa per Giro-/Kreditkarte am Terminal oder per QR-Code und Web-Bezahlung. Vorteil: keine Anmeldung, keine Grundgebühr. Nachteil: oft der höchste Preis pro Kilowattstunde.
Ladekarte (RFID)
Eine Ladekarte schaltet den Ladepunkt per RFID frei und rechnet über deinen Vertrag ab. Sie ist besonders praktisch, wenn kein Handynetz verfügbar ist. Viele Anbieter bieten über Roaming Zugang zu sehr vielen Säulen verschiedener Betreiber, sodass eine einzige Karte fast überall funktioniert.
Anbieter-App
Apps zeigen Ladepunkte in der Nähe, starten den Ladevorgang und rechnen bargeldlos ab. Manche zeigen sogar Live-Verfügbarkeit und Preise an. Nachteil: Du brauchst Empfang und einen geladenen Akku im Smartphone.
Plug & Charge
Am komfortabelsten ist Plug & Charge (ISO 15118): Auto und Säule authentifizieren sich beim Einstecken automatisch, das Laden startet ohne Karte oder App. Voraussetzung ist, dass Fahrzeug, Ladepunkt und Tarif das unterstützen – die Verbreitung wächst.
Empfehlung
- Selten unterwegs: Ad hoc reicht meist.
- Regelmäßig: eine gute Ladekarte oder App mit breitem Roaming-Netz.
- Vielfahrer: Tarif mit niedrigem kWh-Preis, gegebenenfalls mit Grundgebühr.